Gemeinde Eberhardzell

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Aktuelle Nachrichten

Öffentliche Bekannmachung

Bekanntmachung zur öffentlichen Auslegung zum Bebauungsplan "Bär" und die örtlichen Bauvorschriften hierzu, Gemarkung Eberhardzell

Der Gemeinderat der Gemeinde Eberhardzell hat in seiner öffentlichen Sitzung am 23.07.2018 den Entwurf zum Bebauungsplan "Bär" und die örtlichen Bauvorschriften hierzu mit Begründung, jeweils in der Fassung vom 09.07.2018 gebilligt und für die öffentliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB bestimmt. Das Verfahren richtet sich nach den §§ 2 bis 4 Baugesetzbuch (BauGB).
Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes wird aus dem beiliegenden Lageplan (maßstabslos) ersichtlich. Innerhalb des Geltungsbereiches befindet sich das Grundstück Flst. 1072/4, Ritzenweiler, Gemarkung Eberhardzell.
Der Entwurf mit Begründung in der Fassung vom 09.07.2018 und die nach Einschätzung der Gemeinde wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Fachgutachten, dem Umweltbericht, Stand 06.04.2018, Verfasser Büro pro grünraum, Köhlesrain 83/5, 88400 Biberach, liegen in der Zeit vom 10.08.2018 bis 10.09.2018 im Eingangsbereich des Rathauses der Gemeinde Eberhardzell (Burgstraße 2, 88436 Eberhardzell) während der allgemeinen Öffnungszeiten zu jedermanns Einsicht öffentlich aus (Hinweis: Die Öffnungszeiten sind jeweils von Montag bis Freitag von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr, Montag von 14.00 bis 17.00 Uhr und Mittwoch von 14.00 bis 18.00 Uhr). Beachten Sie bitte, dass das Rathaus während gesetzlicher Feiertage geschlossen ist.
Ergänzend zur öffentlichen Auslegung kann der Entwurf mit Begründung in der Fassung vom 09.07.2018 und Umweltbericht vom 06.04.2018 über den unten stehenden Link eingesehen werden.
Nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB sind in der Bekanntmachung zur Öffentlichkeitsbeteiligung u.a. Angaben darüber zu machen, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind.
Zusammenfassung zum Umweltbericht:
Der Bebauungsplan umfasst die Fläche einer ehemaligen Kiesgrube ohne Bewuchs umgeben von Hangwaldflächen, eine gekieste Zufahrt und eine nordwestliche Wiesenfläche.
Auf dem ca. 0,56 ha großen Gebiet sieht der Bebauungsplan den Erhalt der Wiesenfläche und der Hangwaldbereiche vor. Geplant ist, auf der Kiesgrubensohle eine Bebauung zu ermöglichen. Vorgegeben ist eine GRZ von 0,6 für die Gesamtfläche des Geltungsbereichs ohne Überschreitungsmöglichkeit. 
Die Planung verursacht nur geringe Umweltauswirkungen, da von einer Bebauung nur bestehende Kiesflächen mit geringem Biotopwert betroffen sind. Unbelastetes Niederschlagswasser soll weiterhin im Plangebiet versickern. Durch den früheren Kiesabbau liegen bereits gestörte Bodenverhältnisse ohne Oberbodendeckschicht vor. Für eine in Teilbereichen vorhandene Altlastenfläche ist der Bodenaushub zu klassifizieren und entsprechend zu entsorgen. Klimawirksame Veränderungen sind, bedingt durch ähnliche Temperaturschwankungen, nicht zu erwarten Über den Hangwald besteht, auch mit der geplanten Bebauung, eine gute Einbindung in die Landschaft. Die Hangwaldbereiche und oberhalb der Kiesgrube gelegene Rasenflächen bleiben erhalten. Mit dem Erhalt hochwertiger Biotopstrukturen sind auch für das Schutzgut Pflanzen und Tiere nur geringe Umweltauswirkungen zu erwarten. Artenschutzrechtliche Belange wurden auf Grund vorgefundener Habitatstrukturen untersucht. Eine gute Versickerungsfähigkeit und häufiges Befahren schließen temporäre Laichgewässer für Amphibien weitgehend aus. Für Zauneidechsen verbleiben wichtige Habitatstrukturen im Übergang zwischen Hangwald und Bebauung. Als  Esatzmaßnahme für zukünftig bebaute/- versiegelte Bereiche werden im nordöstlichen, besonnten Hangbereich zwei Steinlinsen mit Sandhaufen angelegt.
Der naturschutzrechtliche Eingriff wird für die Schutzgüter Pflanzen/ Tiere und Boden nach der Ökokontoverordnung des Landes Baden-Württemberg bewertet, für die weiteren Schutzgüter ergaben sich keine erheblichen Auswirkungen.
Der Eingriff kann über Pflanzmaßnahmen innerhalb und angrenzend an den Geltungsbereich vollständig ausgeglichen werden. Die Überprüfung der auszuführenden Ausgleichsmaßnahmen erfolgt durch die Gemeinde Eberhardzell nach Umsetzung der Bebauung und erneut nach 5 Jahren.
Das Wasserwirtschaftsamt des Landratsamtes hat in seiner Stellungnahme auf die sich im Plangebiet befindliche Altlastverdachtsfläche „Wurfscheibenschießanlage Ritzenweiler“ mit Handlungsbedarf „OU“ (= Orientierende Untersuchung) hingewiesen.
Bei Eingriffen in diese Fläche ist ein Dachverständiger hinzuzuziehen, der das Material klassifiziert, um eine umweltgerechte Verwertung des Bodenmaterials sicherzustellen.
Eine Versickerung darf auf dieser Fläche nicht erfolgen.
Eine Umweltverträglichkeits-Prüfung im Sinne des Gesetzes zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) ist nicht erforderlich. 
Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist schriftlich oder mündlich abgegeben werden.
Stellungnahmen, die nicht rechtzeitig abgegeben worden sind, können gem. § 3 Abs. 2 BauGB bzw. § 4a Abs. 6 BauGB bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben. 
Parallel mit der Auslegung findet die Einholung der Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 2 BauGB auf Grund von § 4a Abs. 2 BauGB statt. 

Eberhardzell, den 30.07.2018

gez. Guntram Grabherr
Bürgermeister

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